Crosschannel-Marketing
30. Juli 2014

Crosschannel-Marketing im E-Commerce

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Die Zukunft des Marketings ist digital.  Agenturen schreiben sich „360 Grad“ oder „Multichannel“ in den Firmennamen oder ihr Leistungsportfolio. Achtung: Inhalte drohen in alle Kanäle gekippt zu werden. Das Gießkannen-Prinzip kostet Geld, Erfolg ist nicht garantiert. Die Zukunft gehört dem Crosschannel-Marketing. Das hat etwas ganz Besonderes.

 

1. Fokussierte Medienwahrnehmung

360-Grad-Marketing beschreibt die Rund-Um-Kommunikation auf allen Medienkanälen. Der Kunde soll mit der Marke, dem Unternehmen und den Produkten vertraut gemacht werden. Konzepte dieser Art haben einen bedeutenden Nachteil. Sie treffen die Medienwahrnehmung der meisten Konsumenten nicht. Konsumenten wählen sich gezielt ihre relevanten Medienkanäle aus, die ihnen den höchsten Mehrwert liefern. Sie meiden große Massencommunities wie Facebook & Co für ihre Kaufaktionen.

 

2. Hoher Aufwand – geringer Nutzen

Planung als auch Umsetzung sind sehr aufwendig. Im Gießkannen-Prinzip werden Informationen gestreut, ohne die Zielgruppen im jeweiligen Kommunikationskanal genauer zu kennen und anzusprechen. Massenkommunikation führt in Einzelfällen zu neuen Kunden, verschleißt jedoch Ressourcen und führt schließlich zu negativen Effekten.

 

3. Crosschannel-Marketing! Und?

Mit Crosschannel-Marketing werden Marketing-Aktionen aufeinander abgestimmt. Die Zusammenstellung erfolgt digital und nicht-digital aufeinander abgestimmt. Die Kampagnenplanung wird damit übersichtlich und zielgerichtet. Im Crosschannel wechselt der Kunde/Interessent mehrmals den Kanal für seine Firmen-/Produktinformationen. Es geht also nicht darum, alle zur Verfügung stehenden Kanäle (digitale und nicht-digitale) unabhängig zu bedienen. Es gilt jene aufeinander abzustimmen, in denen sich Kunden (B2C) und Stakeholder (B2B) tatsächlich bewegen.

 

4. Beispiel Fressnapf

Fressnapf will zum Crosschannel-Händler werden und in fünf Jahren 15 Prozent des Umsatzes online erzielen. Dabei setzt das Unternehmen auf ein communityorientiertes Shoppingkonzept, das den stationären Handel stützen und ausbauen soll. Mit abgestimmten Werbemaßnahmen von Werbeprospekten und Online-Community erzielt das Unternehmen jetzt schon zählbares Wachstum.

B2B profitiert gezielt durch Kommunikation in Fachnetzwerken. Dort wird auf die eigenen Leistungen aufmerksam gemacht und Stakeholder (z. B. Einkäufer) gezielt angesprochen und gebunden.

 

5. Durchführung Crosschannel-Kampagne

Schritt 1 – Zielgruppe festlegen

Schritt 2 – Medienkanäle auswählen

Schritt 3 – Mediaplan erstellen

Schritt 4 – Mailingplan abstimmen

 

Tipps und Tricks

  • Online- und Offline-Marketing sind aufeinander abzustimmen
  • Entwickeln Sie Bereitschaft, die Wünsche und Bedürfnisse des Empfängers in den Vordergrund zu stellen.
  • Verknüpfen Sie E-Mail-Newsletter mit sozialen Netzwerken und mobilen Anwendungen.
  • Nutzen Sie kundenrelevante Kanäle, evaluieren Sie ihre Wirksamkeit und Optimieren Sie.

 

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Über den Autor:

  • Gerald Lembke

    Ich bin Gerald Lembke. Ich bin Autor, Redner, Digital-Wissenschaftler, leidenschaftlicher Vater und seit Kindesbeinen Musiker. Eigentlich arbeite ich als Professor für Medienmanagement. In Wirklichkeit helfe ich täglich jungen bis älteren Menschen, einen intelligenten Umgang mit Digitalen Medien zu finden: Klasse statt Masse für eine erfolgreiche Digitale Transformation. Folgen Sie mir und registrieren Sie sich kostenfrei für meinen Newsletter.

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