Digitales Hamsterrad
9. September 2016

Video zum Buch: Im digitalen Hamsterrad

Autorenkommentar: Wider die soziale Demenz

 

Ergeht es Ihnen manchmal auch so wie mir? Ich bin genervt vom Internet und von der vielen Zeit, die ich mit Benachrichtigungen, sinnfreien E-Mails, Facebook, News und Spielen verbringe. Ein nicht zu durchbrechender Kreislauf. Und dennoch: Laufend greifen wir zu Smartphone, Tablet & Co., und sei es auch nur, um die Uhrzeit zu erfahren. Wischen und Daddeln sind zu einer neuen Kernkompetenz für die digitale Ablenkungs- und Konsumökonomie geworden. Medienkompetenz besitzen Kinder nicht, Jugendliche ebenso wenig und das schreckliche Ergebnis: Wir Erwachsenen besitzen sie auch nicht.

 

 

Mobilcomputer bekommen vielerorts mehr Aufmerksamkeit als soziale Gelegenheiten mit Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern. Anstrengende Realität wird verdrängt durch digitale EInfachheit. Statt unseres Gegenübers haben wir den Bildschirm fester im Blick. Die Allzeitverfügbarkeit von digitalen Medien hat uns Erwachsene in ihren Bann gezogen und wir können nicht mehr loslassen. Wir rennen im digitalen Hamsterrad.

 

Das Digitale darf das Soziale nicht verdrängen. Wir sollten den Fokus wieder stärker auf soziale und reale Kommunikation, auf reale Kooperation und Kollaboration legen. In keinem Fall benötigen wir dafür vier Stunden Smartphonewischerei.  Wege aus diesem Hamsterrad zu finden, sind nicht einfach. Doch es beginnt mit dem Durchbrechen einer ersten Routine: Abschalten statt Anschalten.

 


 

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Rezensionen (Stand 3.12.2016)

 

„Provokant und pointiert wie gewohnt (vgl. „Die Lüge der digitalen Bildung“, „Zum Frühstück gibt’s Apps“) reitet der Professor für digitale Medien eine weitere Philippika gegen die „soziale Demenz“ im Gefolge der sogenannten digitalen Revolution.“ Innerhalb von 15 Episoden enttarnt der Autor die Argumente der „Digital-Apostel und -Apologeten“ (à la „Digital ist besser als analog“).

Uwe-Friedrich Obsen, ekz.bibliotheksservice 2016/48

 

 

„Das Buch wimmelt vor Beispielen, die mal ernst und eindringlich, mal polemisch überzeichnet, mal eher humorvoll dargestellt werden. Häufigster Begriff: Wischen. Unser ganzes Leben scheint nur noch aus der Wischbewegung auf dem Bildschirm zu bestehen. Lembke stellt sehr anschaulich dar, wie unreflektiert wir alles nutzen und konsumieren“

 

Johannes Thönnessen, Managementwissen online

 

 

 

„Abschalten ist besser als Anschalten! Achtsamkeit und Enthaltsamkeit als Stichworte um Empathieverfall und Konzentrationsschwächen entgegenzuwirken. Wirklich regeln wird es sich erst, wenn die pathologischen Anzeichen so virulent sind, dass sie der Staat regeln muss. Dann ist es aber zu spät. Wir brauchen heute Aufklärungs-, Informations- und Präventions-Programme für diese Risiken, die uns alle betreffen – sonst laufen wir in Richtung einer Problemgesellschaft – bestehend aus medialen Narzissten.“

 

Aus Interview mit Buch- und Medienwirtschaft, Sortimenterbrief 12/2016

 

 

„Ein gelungener Reiseführer durch die digitale Welt und die mit ihr verbundenen Alltagsprobleme. Die Handlungsempfehlungen helfen beim verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien – beruflich wie privat.“

 

Chirurgen Magazin + BAO Depeche 4/2016

 

„Dass sein Buch nicht mit dem pädagogisch erhobenen Zeigefinger geschrieben ist, sondern dem Leser augenzwinkernd den Spiegel vorhält, macht die Lektüre angenehm entspannt, zumal witzige Zeichnungen den Text auflockern. Dennoch weist Lembke deutlich darauf hin, wie leicht das digitale Hamsterrad den Nutzer blind macht für menschliche Begegnungen, Zwischentöne und mediale Auszeiten. Ständig online zu sein, ist nicht nur eine nervige Angewohnheit, sondern es schadet auch der Gesundheit – und das nicht nur, wenn der eifrige Nutzer beim Checken hochwichtiger Mails mit gesenktem Kopf gegen einen Laternenmast rennt. Da der Ausstieg aus dem digitalen Hamsterrad nicht ganz einfach ist, gibt Lembke viele handfeste Tipps. Der Wirkungsvollste heißt: Einfach mal abschalten!“

 

Ingeborg Salomon, Rhein-Neckar-Zeitung Online 02.12.2016

 

 

„Der Digitalexperte Gerald Lembke plädiert für einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones und  Co. Das Digitale habe längst das Soziale verdrängt, schreibt er in seinem neuen Buch „Das digitale Hamsterrad“. Digitale Mobilität mache jedoch nicht freier und autonomer, sondern fördere eine Gesellschaft der Unaufmerksamkeit.“

 

GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (8.11.2016)

 

 

 

 

„Danke an den Autor. Endlich mal Jemand der unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält und gleichermaßen vor der digitalen Welt warnt. Lembke versteht es mit unterhaltsamer Art und auf die Gefahren hinzuweisen. Ich wünschte mir, dass dieses Buch, zu Weihnachten, unter jedem Tannenbaum liegt. Es würde unserer Gesellschaft gut tun.“

 

Fachbuchkritik.de

 

 

„Digital sei nicht überall gut und wirke sich dort negativ aus, wo es den Nutzer blind mache und zugleich das Menschliche beherrsche. Der Autor kommt auf seine Wut gegenüber der unreflektierten Nutzung von Smartphones und Tablets zu sprechen und gibt mit seinen Ausführungen zu denken. Am Ende des Buches erwarten den Leser 27 Tipps für Wege aus dem digitalen Hamsterrad. So viel sie bereits verraten: „Werden Sie sich bewusst, dass Sie nie überall sein können. Sie sind unwichtiger für die digitale Welt, als Sie denken.“

 

Health & Care Management (15.11.2016)

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